• Die Pfeifsprache

    Die Pfeifsprache

    Laut UNESCO handelt es sich bei El Silbo um die einzige voll entwickelte Pfeifsprache weltweit.

  • Die Technik

    Die Technik

    Man nimmt den Zeige- und den Mittelfinger, krümmt sie zu einem spitzen Winkel und legt sie an die Lippen an.

  • Der Ursprung

    Der Ursprung

    So berichten bereits in dem aus dem Jahr 1413 stammenden Manuskript »Le Canarien« zwei französische Missionare von einem Stamm, der nur mit den Lippen spreche.

  • Die Sprache heute

    Die Sprache heute

    Seit 2005 steht am Mirador de Igualero eine Skulptur zu Ehren der Pfeifsprache.

El Silbo

Wie verständigt man sich über große Entfernungen, wenn es weder Telefon noch Internet gibt, keine Infrastruktur vorhanden ist und der Fußweg beschwerlich und aufwändig ist? Genau vor dieses Problem sahen sich die Menschen von La Gomera gestellt. Unwegsame Schluchten, dichte Urwälder und schroffe Felsen erschwerten die Kommunikation zwischen verschiedenen Orten bis hin zur Unmöglichkeit. El Silbo hieß die Lösung, die sich die Gomeros einfallen ließen bzw. die sie von marokkanischen Berbern übernahmen. Das Wort »El Silbo« selbst ist allerdings weder berberisch noch gomerisch.

Es kommt vielmehr von dem spanischen Wort für pfeifen, »silbar«, und genau dies war auch die Methode, mit der die Gomeros ihr Verständigungsproblem lösen sollten. Bei El Silbo handelt es sich um eine Pfeifsprache, wie sie weltweit an dutzenden von Orten entwickelt wurde. Keine Pfeifsprache kommt jedoch an den Grad der Entwicklung von »El Silbo« heran. Mit vier Konsonanten und vier Vokalen ist ein erfahrener »Silbador«, ein Pfeifer, in der Lage, bis zu 4.000 verschiedene Worte zu pfeifen. Seine Pfiffe können dabei Distanzen von mehreren Kilometern überwinden.