Eroberung durch Spanien

Erst im 14. Jahrhundert fanden die Kanarischen Inseln wieder stärker Beachtung. Schon 1312 kam Lancelotto Malocello nach Lanzarote. 1384 lassen sich erste christliche Missionare auf der Insel nieder. 1402 erhält Jean de Béthencourt vom spanischen König Heinrich III. (1360 – 1422) den Auftrag, die Inseln zu erobern. 1404 scheiterte er bei seinem ersten Versuch, La Gomera zu erobern. Der zweite Versuch, 1406, stellte zumindest einen Teilerfolg dar: Die Fürstentümer Ipalán und Agana unterwarfen sich.

Die Eroberung der Insel war allerdings noch lange nicht abgeschlossen. 1488 erhoben sich die Gomeros noch einmal gegen die Herrschaft Hernán Perazas d. J. und dessen Frau Beatriz de Bobadilla. Peraza wurde dabei ermordert, doch seiner Frau gelang es schnell, den Aufstand blutig niederzuschlagen. Es folgte eine rasche Assimilierung der Gomeros an die spanische Kultur. Für die Gomeros bedeuteten die Jahrhunderte seit der Wiederentdeckung vielfach den Gang in die Sklaverei. Eine weitere Bedrängnis waren die immer wieder stattfindenden Piratenüberfälle.
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