Geographie

La Gomera liegt zwischen 27º 92' und 28º 45' nördlicher Breite sowie zwischen 13º 90' und 14º 31' westlicher Länge. Die Insel befindet sich 30 Kilometer westlich von Teneriffa und 55 Kilometer südöstlich von La Palma in einem aus diesen beiden Inseln und El Hierro gebildeten Dreieck.
Die alles in allem recht runde Insel ist etwa 22 Kilometer lang und 25 Kilometer breit. La Gomera besitzt bei einer Küstenlinie von 98 Kilometern eine Fläche von 378 Quadratkilometern und ist damit nach El Hierro die zweitkleinste Insel der Kanaren.
La Gomera ist vulkanischen Ursprungs und vor 8 bis 12 Millionen Jahren aus dem Wasser emporgestiegen. Allerdings ist sie die einzige Kanarische Insel, auf der es in den vergangenen 2 Millionen Jahren keinen Vulkanausbruch gab. Dies führte dazu, dass das Landschaftsbild nicht, wie beispielsweise auf Teneriffa oder Lanzarote, durch Lavaströme und andere jüngere Erscheinungsformen vulkanischer Aktivitäten geprägt wurde.

Das bergige Inselzentrum ist bedeckt von einem dichten Lorbeerwald. Hier liegt auch der mit 1.487 Metern höchste Punkt der Insel, der Alto de Garajonay, namensgebend für den ihn umgebenden Nationalpark, der seit 1986 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Bis zu 800 Meter tiefe Schluchten führen vom Inselinneren hinab zur Küste. Diese ist von Steilklippen geprägt. Nur vereinzelt finden sich Sand- und Kiesstrände. Der Süden ist dabei aus klimatischen Gründen karger als der den Einflüssen des Nordost-Passats ausgesetzte Norden.
Als Folge von Vulkanismus und Erosion prägen darüber hinaus so genannte »Roques« das Erscheinungsbild der Insel, Felsen, die ihre unmittelbare Umgebung teilweise um mehr als 100 Meter überragen. Ebenfalls auf das Zusammenspiel von Erosion und Vulkanismus zurückzuführen sind die im Nordwesten befindlichen Basaltsäulen »Los Órganos«, die allerdings nur vom Meer aus zu besichtigen sind.
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