Leitfaden für barrierefreies Reisen ins Ausland

Vor der Reise

Nach der Wahl eines Reiseziels, kann man sich im Internet oder auch in Reisebüros nach geeigneten Reiseanbietern erkundigen. Einige Reiseveranstalter bieten inzwischen auch behindertengerechte Reisen an. Wichtig ist aber, dass das Angebot für Ihre speziellen Bedürfnisse geeignet ist.
Hierzu empfiehlt sich eine ausgiebige Recherche über die angebotenen Hotels, deren Konstruktion und Inventur. Des Weiteren ist es ratsam, die Lage der Unterkunft zu überprüfen. Relevant könnte beispielsweise die  Entfernung zum Strand sein.
In vielen Fällen kann hierfür ein Anruf vor Ort hilfreich und klärend sein.
In Abhängigkeit von Hotel oder Unterkunft besteht die Möglichkeit, Betreuung und Pflege in Anspruch zu nehmen. Nähere Informationen sollte man bei dem Reiseveranstalter einholen.
Nach eingehende rÜberprüfung der Unterkunft, sollte man die Umgebung des Urlaubsziels in Augenschein nehmen.
Interessant ist hierbei vor allem, welche Aktivitäten für Behinderte angeboten werden. Des Weiteren empfiehlt sich eine Recherche hinsichtlich der Barrierefreiheit der verschiedenen Einrichtungen, der Verkehrsmittel sowie der Sehenswürdigkeiten.
Entsprechende Informationen erhält man nicht nur von den Reiseveranstaltern und Hotels, sondern auch von lokalen Tourismusämtern und im Internet. In der Regel ist es außerdem sinnvoll, weitere Meinungen und Berichte in einem Internet-Forum einzuholen.

 

Hinweise

  • In Abhängigkeit von der Krankheitsgeschichte, sollte man die benötigten Medikamente selbstverständlich selbst mitbringen.
  • In den meisten Urlaubsorten werden Vergünstigungen für Behinderte angeboten.
  • Ist man im Besitz eines Schwerbehindertenausweises, kann man diesen vom zuständigen Versorgungsamt in mehrere Sprachen übersetzen lassen. So erlangt der Pass eine internationale Gültigkeit, die von vielen Anbietern im Ausland anerkannt wird.
  • Sollten Sie auf eine Begleitung während des Urlaubes angewiesen sein, beachten Sie bitte folgendes: 
»Körperbehinderte, die auf eine ständige Begleitung angewiesen sind, können die bei Urlaubsreisen entstandenen Mehraufwendungen für eine Begleitperson steuerlich absetzen!« 
(Urteil des Bundesfinanzhofs in München (Az.: II R 58/98) 
Nähere Informationen erhält man beim zuständigen Finanzamt.

Im Urlaubsort

  • Nutzen Sie den Kontakt zu anderen Gästen. Möglicherweise bekommen Sie von diesen wichtige Informationen oder Hinweise zu Ihrem Aufenthalt.
  • In manchen Regionen werden behindertengerechte Mietwägen angeboten. Informationen erhalten Sie an der Hotelrezeption oder beim lokalen Tourismusamt.
  • Notfallpräparate oder andere wichtige Medikamente sollte man stets am Körper tragen.
  • Besitzt man einen Schwerbehindertenausweis, ist es sinvoll, diesen ebenfalls immer mitzuführen.
  • Fragen Sie an der Hotelrezeption oder im Tourismusamt nach eventuellen Gütesiegeln. Diese attestieren einer Einrichtung eine besondere Eignung für Menschen mit Behinderungen.
  • Nutzen Sie bei Probleme mit den Zimmern, Wohnungen oder der Hotelverwaltung das Ihnen zustehende Reklamationsrecht und kontaktieren Sie den Reiseveranstalter.
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  • GEQUO Reisemagazin

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