Cumbre de Chigueré

Die wüstenähnliche Berglandschaft de Chigueré befindet sich im Nordwesten der Insel und erstreckt sich etwa von oberhalb Arguamuls bis zum Aussichtspunkt Buenavista nahe der Küste. Das Gebiet gleicht einer kargen Mondlandschaft.
Die Entstehung der Cumbre de Chigueré lässt sich auf die geologische Anfangszeit La Gomera zurückführen. Als sich die Insel in einem Millionen Jahre andauernden Prozess aus dem Wasser erhob, wurde eine Platte aus den tiefsten Tiefen des Atlantiks mit nach oben gedrückt. Diese Platte kennen wir heute unter dem Namen Cumbre de Chigueré.
Deshalb finden sich noch heute unzählige Hügel mit Muschelsand, bunter Sandwüste sowie skurrilen Gesteinsformationen in dieser Landschaft. Jedenfalls kann man sich während des Ganges durch dieses unwirtliche Gebiet des Gefühls nicht erwehren, auf dem Meeresboden entlang zu schlendern.

Auf der (Gipfel) gibt es dabei einige besondere Orte, welche einen Besuch wert sind.
Hervorzuheben ist der Aussichtspunkt Buenavista nahe der Küste. Von dort sieht man bei gutem Wetter bis zu den Nachbarinseln La Palma und El Hierro. Ein weiterer schöner Blickfang ist das östlich gelegene Vallehermeso mit dessen malerischen Stauseen und Tälern oder auch die Steilküste, die sich jenseits des Tals von Vallehermoso nach Nordosten hin ausdehnt und an deren Fuß sich Felsen befinden, gegen die der Atlantik anstürmt. Zum Aussichtspunkt führt eine Piste, welche mit dem Auto befahrbar ist. Besser ist es jedoch sicherlich, die Strecke zu Fuß zurückzulegen. Das Auto kann man auch bei der
Ermita
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Einsiedelei als Ort der Andacht und Kontemplation; auf den Kanaren werden auch Kapellen so bezeichnet.

de Santa Clara stehen lassen.

Zwei Kapellen, die
Ermita
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Einsiedelei als Ort der Andacht und Kontemplation; auf den Kanaren werden auch Kapellen so bezeichnet.

de Santa Clara sowie die Ermita de Nuestra Señora de Coromoto befinden sich ebenfalls auf der de Chigueré. Letztere ist zwar erst aus dem Jahr 1985, aber in der einsamen, kargen Landschaft dennoch sehenswert. Bei ersterer, am südlichen Ende der Cumbre de Chigueré, befindet sich ein Rastplatz mit Bänken und Tischen, an denen man – auch überdacht – picknicken kann. Vom Vorplatz der hübschen Kapelle bietet sich außerdem ein wunderschöner Ausblick über die ursprünglich gebliebene Nordwestküste La Gomeras mit dem kleinen Weiler Arguamul.
Zahlreiche Wanderwege führen hinab in das Tal Vallehermoso, nach Arguamul oder zu den beiden Kapellen. Ausreichende Wasservorräte sowie angepasste Kleidung sollten mitgeführt werden.

Anreise

Wanderungen in die de Chigueré kann man wahlweise in Vallehermoso, in Arguamul oder bei der
Ermita
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Einsiedelei als Ort der Andacht und Kontemplation; auf den Kanaren werden auch Kapellen so bezeichnet.

de Santa Clara starten. Nach Vallehermoso führen vom Norden und Osten aus die TF-711, vom Süden und Westen aus die TF-713.
Um nach Arguamul beziehungsweise zur Ermita de Santa Clara zu kommen, befährt man die TF-713 und verlässt diese Richtung Epina. Von dieser Straße führt alsbald rechts eine Piste ab. Auf dieser gelangt man, wenn man sich bei einer Weggabelung links hält, nach Arguamul, wenn man sich an ihr rechts hält, zur Ermita de Santa Clara.
 
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