San Sebastián de la Gomera

Die Hauptstadt La Gomeras liegt im Osten der Insel. Viele Touristen, die hier mit dem Schiff landen, betrachten San Sebastián ausschließlich als Durchgangsstation. Doch wer sich nicht zumindest 1, 2 Stunden Zeit nimmt, um das kleine Städtchen zu besichtigen, verpasst etwas.
An der Plaza de las Américas findet man das ehemalige Rathaus der Stadt. Holzbalkone und eine Turmuhr verschaffen ihm einen klassisch kanarischen Flair. Unweit von ihm befindet sich ein Park. Dieser umgibt die Torre del Conde, einen in der Mitte des 15. Jahrhunderts errichteten Wehrturm. Die in ihm gehorteten Schätze der Conquistadores lockten so manchen Piraten an, doch keinem gelang es, die Befestigungsanlage zu stürmen. Heute finden in dem Turm historische Ausstellungen statt. In der Nähe befindet sich auch der Sitz des Cabildo Insular, des Inselrates, der Regierung von La Gomera. Unweit desselben liegt auch der größte Supermarkt der ganzen Insel.
Eine Sehenswürdigkeit der Stadt ist sicherlich die Casa de Colón. Entgegen sich hartnäckig haltender Gerüchte hat Kolumbus nicht in diesem Gebäude übernachtet, wurde es doch erst über 100 Jahre nach dessen großer Entdeckung erbaut. Dennoch befindet sich hier heute eine Ausstellung über die maritime Geschichte der Insel und ihre Bedeutung für Kolumbus. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Ethnographische Museum.

An sakralen Gebäuden beherbergt die Inselhauptstadt die
Ermita
Ermita

Einsiedelei als Ort der Andacht und Kontemplation; auf den Kanaren werden auch Kapellen so bezeichnet.

de San Sebastián und die Kirche Nuestra Señora de la Ascunción. Erstere ist die Kapelle des Schutzheiligen der Stadt und wurde ursprünglich, wie die Torre del Conde, in der Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut. Anders als der Wehrturm wurde die Kapelle jedoch mehrfach bei Piratenüberfällen zerstört. Nur noch der Seitengang samt Spitzbogen stammt von jener ersten Kirche.
Auch die am Ende des 15. Jahrhunderts erbaute Kirche Nuestra Señora de la Ascunción wurde bei diversen Piratenüberfällen mehrfach fast völlig zerstört. Der heutige dreischiffige Sakralbau hat somit nicht mehr viel mit den Vorgängerbauten gemeinsam. Altar und Christusstatue sind etwa 200 Jahre alt. Beide stammen von dem kanarischen Bildhauer und Maler Luján Pérez. Heute gilt die Kirche als eines der wichtigsten sakralen Gebäude der Insel.
Rechts hinter der Iglesía Nuestra Señora de la Ascunción führt die Straße La Pista hinauf zum
Mirador
Mirador

Spanische Bezeichnung für einen Aussichtspunkt.

de Hila, von dem aus man die gesamte Stadt überblicken kann. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die auf dem südlichen Bergkamm gelegene, weithin sichtbare, 7 Meter große Christusstatue, das Monumento al Sagrado Curazón de Jesús. Die Flaniermeile San Sebastiáns ist die Calle Real. Seit einigen Jahren dürfen auf ihr keine Autos mehr fahren.
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