Naturpark Valle Gran Rey

Der aufgrund seiner Fruchtbarkeit attraktive Naturpark Valle Gran Rey befindet sich in der gleichnamigen Gemeinde im Westen von La Gomera. Der Name »Valle Gran Rey« (Tal des Großen Königs) lässt sich auf einen berühmten Guanchenkönig namens Hupalupa zurückführen, der im 15. Jahrhundert dort residierte.
Die bildschöne Landschaft des Tals besticht durch etliche Terassenfelder, Felshänge und herrliche Badestrände. Die Terrassenfelder dienen dem Anbau von Zitrusfrüchten, Bananen und Papayas. Die lebendige Landwirtschaft des Tals lässt sich auf die hohen Berghänge zurückführen, welche zur Küste hin abfallen und somit ideale klimatische Bedingungen für die tiefer gelegenen Felder schaffen. Die Fruchtbarkeit des Tals gründet des Weiteren in einer nahegelegenen Wasserquelle im
Barranco
Barranco

Tiefe, durch Erosion gebildete Schluchten im Bereich vulkanischer Steilhänge. Bei Regenfällen oft Wasser führend.

del Agua. Die Schlucht befindet sich in einem Seitental des Naturparks.
Besonders für Aktivurlauber ist der vielseitige Naturpark ein wunderschönes Areal zum Bergwandern. Aber auch Strandliebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Denn der Naturpark bietet einige der schönsten und vielseitigsten Badestrände der Insel, zum Beispiel den schwarzen Sandstrand Playa del Inglés. Alles in allem zeichnet sich das Valle Gran Rey durch eine von unzähligen Palmenhainen und vielen grünen Flächen geprägte Landschaft aus, die ihresgleichen sucht.
Der Naturpark ist bisher vom Massentourismus verschont geblieben, erfährt aber in den letzten Jahren einen Anstieg an touristischen Besuchern. Die kleinen Ortschaften La Calera, Playa de la Calera, La Puntilla und Vueltas, die das touristische Zentrum auf La Gomera bilden, liegen allesamt im Talgrund am Meer – in der Nähe des Naturparks, aber außerhalb von diesem.

Die weiter im Landesinneren gelegenen Dörfer (Los Descansaderos, El Retamal, Los Granados oder El Hornillo) liegen im Gegensatz zu den Küstenorten im Gebiet des Naturparks und sind dementsprechend bisher touristisch unerschlossen. Dort leben die Menschen – fernab des Tourismus – noch immer von der Landwirtschaft.

Anreise

Das Tal Valle Gran Rey ist entweder mit der Fähre, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto zu erreichen. Vom Hauptort San Sebastián sowie von einigen Kanarischen Inseln aus besteht eine Fährverbindung nach Vueltas.
Mit Taxi oder Bus erreicht man den Naturpark über die Höhenstraße durch den Garajonay-Nationalpark.
Die Anreise mit dem Mietwagen von San Sebastián erfolgt über die Straße TF-713 in westlicher Richtung. Die Straße führt direkt in den Naturpark.

Mirador César Manrique

Bei der der Anreise mit dem Auto in den Naturpark Valle Gran Rey kommt man am künstlerischen Aussichtsrestaurant El Palmarejo vorbei. Es befindet sich gleich hinter dem Tunnel, der zum Tal führt. Das Aussichtsrestaurant wurde von César Manrique kreiert, ist deshalb auch als
Mirador
Mirador

Spanische Bezeichnung für einen Aussichtspunkt.

César Manrique bekannt und bietet bei schönem Wetter überragende Aussichtsmöglichkeiten in das Tal.
Bevor man die Fahrt in das Tal des großen Königs fortsetzt, empfiehlt sich deshalb ein Besuch des kleinen Restaurants, um sich für den ereignisreichen Tag zu stärken und den wunderbaren Ausblick zu genießen.
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